Eine Frau sieht Rot, die kompromissloseste Form von Feminismus, die je auf der Leinwand zu sehen war.
„A Gun for Jennifer“ ist kein Psychogramm, sondern mitreißende Action – direkt, energiegeladen und physisch – und in seiner feministischen Thematik absolut kompromisslos. Es geht den Vergewaltigern ans Leder, und der Einstieg mit einer Kastration ist kein Ausrutscher, sondern das erklärte Programm einer Frauengang.
Allison, die nach jahrelangem Missbrauch ihren Mann im Affekt erstochen hat, flüchtet nach New York und gerät nach anfänglicher Aversion in den Bann dieser Gang, deren Rachefeldzüge immer größenwahnsinniger werden. Die vehemente Verbindung aus Feminismus mit wildester B-Movie-Ästhetik und expliziter Gewalt machte diesen Film zum absoluten Kult, der die Fans weltweit zugleich beeindruckte und verstörte.
„Als hätte man THELMA UND LOUISE mit TAXI DRIVER gekreuzt.“